Monday, May 22. 2006Nach dem Sturm
Am Samstag Abend war für zehn Minuten Sturm in Dresden. Heute sahen die Straßen noch immer ziemlich verholzt aus. Mitunter wundert man sich, wo die vielen Äste überhaupt herkommen. Bäume sind entwurzelt, Äste jeglicher Dicke liegen auf den Straßen. Gartenbaufirmen und Hausmeisterdienste sind dabei das tote Holz zu entsorgen. Auch im Großen Garten hat es viel neues Brennholz gegeben. Hoffentlich kommt keiner auf die Idee alle Bäume im Großen Garten daraufhin zu fällen. Bei den Entscheidungen, die in den letzten Jahren in Dresden getroffen wurden, muss man ja leider so etwas befürchten. Eines ist auf alle Fälle so gut wie sicher: Die Bäume, die es erwischt hat, werden vermutlich nicht durch neue ersetzt. Das ist ebenfalls traurige Erfahrung der letzten Jahre.
Eine andere nette Erfahrung habe ich heute im berühmten schwedischen Möbelhaus gemacht. Ein kleines Kind (Vorschule oder erste Klasse) fragte seine Oma: Ob das Kissen dort bequem ist? Probier es doch aus, war die Antwort und das Kind war erschüttert, das man so etwas machen kann. Das ist doch Verwirrung pur! Woher soll das Kind nun wissen, wo es seine Finger in der Hose zu lassen hat und wo man das Zeug was man kaufen möchte ausprobieren kann? Auch ist mir heute aufgefallen, dass viele Männer mit Kleinkindern im Restaurant saßen. Und das ohne Zuschuss der Bundesregierung, wie das demnächst passieren soll. Nun ist die Frage: Haben sich die Väter zu früh an die neue Erziehungsrolle gewöhnt oder hat die Bundesregierung wieder mal eine natürlichen Trend zur dualen Kindererziehung verpennt? Oder ist drittens vielleicht doch die sichere Arbeit der Frau dran schuld, die somit zum Ernährer der Familie geworden ist? Trackbacks
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