Manchmal bin ich richtig bockig. Da denke ich mir: „Das kommt mir nicht in die Tüte.“ Und doch rennt man nach einem kurzen Einkaufsbummel als unfreiwillige Werbebotschaft für diverse Geschäfte herum. Jeder kann durch die bunt bedruckten Werbetüten erkennen, wo ich mein Geld gelassen habe. Soviel zum Thema Datenschutz.
In jedem Geschäft (außer Lebensmittel) werden die Waren an der Kasse eingetütet. Selbst wenn man der Verkäuferin eindeutig sagt: „Ich brauche keine Tüte.“ Die Handgriffe sitzen, und schwups sind die Errungenschaften in der Tüte verschwunden. Erst dann fällt der Euro centweise. „Sie wollten ja keine Tüte.“ Normalerweise zucke ich nun mit den Schultern, nehme die Tüte und stecke diese in meinen mitgebrachten Beutel.
Ich rege mich ja nicht über die Dienstleistung an sich auf. Ich frage mich viel mehr, was ich mit den ganzen Tüten soll? Verschenken? Oder eine Tauschbörse aufmachen? Meistens landen sie im Müll oder werden zum Abtransport des selben genutzt.
Leider sind die Geschäfte selten geworden, in denen man gefragt wird: „Wünschen Sie eine Tüte?“ Und noch seltener die schmunzelnden Gesichter, wenn ich antworte: „Nein danke, ich habe noch eine vom letzten Einkauf.“