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Monday, October 29. 2007Eine sehr gute Schauspielerin
Es war heute ein Schock für mich als ich bei einer Recherche die Nachricht las: Evelyn Hamann gestorben. Erst als ich ihr Foto sah, konnte ich es glauben (fassen tue ich es noch immer nicht). Für mich war sie eine der besten Schauspielerinnen. Sie konnte jede Rolle überzeugend spielen. Ob alleine oder an der Seite von Loriot, sie verstand es die Pointen an der richtigen Stelle zu setzen. Mit ihr hat eine Schauspielerin die Bühne der Welt verlassen, die vermutlich von jeder Altersgruppe gemocht und gern gesehen wurde. Ich bedanke mich für ihre wundervollen Sketche. Danke.
Sunday, October 28. 2007
Kurze Zusammenfassung zur Dresdner ... Posted by Falk Döring
in Ironisches, Unterwegs at
21:53
Comments (0) Trackbacks (0) Kurze Zusammenfassung zur Dresdner Herbstmesse 2007
Ich war gestern auf der Dresdner Herbstmesse. Die Anzahl der Besucher war die letzten Jahre schon einmal mehr, auch wenn laut kostenloser Wochenzeitung die Anzahl der Aussteller gewachsen sei. Interessant war es vielleicht nur für Eigenheimbesitzer, da diese ihre Häuser wegen der fehlenden Sonne nun mit Holzschnipseln heizen könnten und die Dächer mit Solaranlagen in jeder Art und Größe schmücken sollten. Und da wir gerade beim tarnen von Dächer sind: Auch die Bundeswehr war anwesend. Will wohl keiner mehr freiwillig Krieg spielen? Aber nein! Als ich mir eines der Werbevideos ansah wurde mir klar: So wie die Soldaten ihr Aussehen verändern, schmückt auch der Herbst die Natur. Nur mit dem Unterschied, dass ein bunter Laubbaum nicht so albern aussieht wie ein geschminkter Soldat. Und dass wenn ein Baum schießt es nur in die Höhe und die Breite ist und nicht aus einer Projektilwaffe. Besonders hat mich aber ein Mixer-Verkäufer fasziniert. Nicht das, was er sagte, sondern wie er es sagte. Er rasselte seinen Text herunter, ohne Punkt und Komma. Zwischendurch eine lustige Bemerkung, die fast unterging und selten einer Lachen konnte. Die Leute standen wie kleine Kinder staunend vor dem beleuchteten Präsentationspult, als ob sie noch nie einen Mixer gesehen hätten. Und ich stellte mir Fragen: Lernt man diese trockene Rhetorik bei irgendeiner Schulung – neudeutsch Coaching – oder muss man mit dieser Gabe geboren werden? Was wäre aus den Leuten geworden, wenn sie nicht so quasseln würden wie sie es tun? Glauben sie an das, was sie sagen? Und warum verrät keiner den Preis für dieses Gerät?
Saturday, October 27. 2007Neuer Blog
Ich möchte nur kurz mitteilen, dass meine liebe Mama ihre Gedanken nun in einem eigenen Blog veröffentlicht: http://birgit.fadoe.de/. Ich wünsche ihr viel Spaß dabei. Ihre bisherigen Einträge habe ich bereits in das neue Blog gespeichert und werde diese demnächst bei mir raus nehmen.
Und nun zur Technik: Der Blog ist mit Serendipity als Shared-Installation aufgesetzt. Thursday, October 25. 2007
Webplausch zum Linux-Info-Tag in Dresden Posted by Falk Döring
in Serendipity at
07:03
Comments (0) Trackback (1) Webplausch zum Linux-Info-Tag in Dresden
Am 3. November von 10 bis 18 Uhr findet wieder der Linux-Info-Tag in Dresden statt. Ort: Gebäude der Fakultät Informatik an der TU Dresden, Nöthnitzer Straße 46 (Anfahrtsplan). Auch ich werde anwesend sein und interessierten Menschen von ca. 10 bis 13 Uhr Rede und Antwort zu Serendipity, Blogs und Co stehen. Dies könnte man auch als Webplausch bezeichnen
Schaut vorbei. Es gibt viel über Linux und OpenSource zu sehen (Infostände), zu hören (Vorträge) und mitzumachen (Workshops). Tuesday, October 23. 2007Langlauf mit der DVB
Als ich meine neue Arbeit in Dresden anfing, empfahlen mir meine Chefs den Öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. An der Firma gibt es reichlich fehlende Parkplätze. Mit diesem Rat rannten sie bei mir offene Türen ein. Ich fahre gerne mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und heimse sehr oft verständnislose Blicke ein, wenn ich dies offen zugebe. Da bekomme ich Sätze wie „In den Bahnen stinkt es“ oder „Die kommen immer zu spät“ zu hören. Na und? Jeder Mensch hat seinen Geruch. Spätestens seit der Verfilmung von „Das Parfüm“ ist das Weltweit bekannt. Und Zeit ist erstens vom Menschen gemacht und zweitens relativ. Und drittens kann ich auch mit einem Auto zu spät kommen. Heute bin ich über mein Organisationstalent erschüttert.
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Sunday, October 7. 2007Zu viel des Guten
Auf dieser Erde existieren vermutlich tausende Religionen. Eine Religion ist ja der Glauben an etwas, was mal war oder sein könnte. Wobei man sich bei erster Variante auf Hinterlassenschaften in Form von Aufzeichnungen oder mündlichen Überlieferungen stützt und bei zweiter Variante auf Vermutungen. Wie dem auch sei; es gibt Religionen, die der Meinung sind, wiedergeboren zu werden (nach dem Tod, sonst hätte das Ganze ja keinen Sinn). Je nachdem wie man sich zu Lebzeiten angestellt hat, wird man als gutes Objekt oder schlechtes Objekt wiedergeboren. Allen denen, die an eine Wiedergeburt glauben, möchte ich einen Rat geben: Benehmt euch ordentlich, sonst kommt ihr als Pflanze auf die Welt und landet über Umwege in meinem Wohnzimmer. Einige Pflanzen haben dies schon hinter sich und haben leider derzeit keine schöne Existenz. Entweder ich vergesse sie zu gießen, oder sie bekommen anschließend so viel Wasser, dass sie den Freischwimmerschein machen müssen. Arme Lebewesen.
Wednesday, October 3. 2007Gedanken zum "Tag der Arbeit" alias "Tag der deutschen Einheit"
Nachdem ich mir die heutigen Tätigkeiten der einzelnen Familien angesehen habe kam ich zu dem Ergebnis, dass heute der Tag der Arbeit sein musste. Anstatt den offiziellen Fall der Mauer vor 17 Jahren zu feiern, wurde Wäsche gewaschen, Fenster geputzt, die Wohnung gesaugt oder renoviert. Dabei wurde den ganzen Tag im Radio vom "Tag der deutschen Einheit" gesprochen: Politiker schwangen Reden, beglückwünschten den Aufbau Ost und Zeitzeugen erklärten, wo sie vor siebzehn Jahren waren oder was sie taten. Sie können glücklich sein, denke ich. Ich weiß es nicht mehr. Und weiter geht mein Gedankenstrom: Ja, wo ist denn die Einheit? Wo sind denn die West-Renten und die West-Löhne im Osten? Wieso wird als Antwort auf die Frage der Herkunft noch immer mit Ost oder West und nicht mit Sachsen, Thüringen oder Brandenburg geantwortet? Wieso wird noch immer sehr oft ein Bürger aus den neuen Bundesländern im Westen als Ossi angesehen und ein Bürger aus den gebrauchten Bundesländern als Wessi, und nicht als BRD-Bürger?
Wenigstens die blühenden Landschaften werden Realität. Alte Firmen, die nach der Wende aufgekauft und pleite gegangen wurden, werden nun abgerissen. Gleiches mit Wohnhäusern. Dafür entstehen nun riesige Wiesen. Auch ein Traum sind diese riesigen Glaspaläste, durch die der Hartz-4-Empfänger das Treiben der arbeitenden Bevölkerung beobachten kann. Wer hier an Big Brother oder die Stasi denkt, irrt. Das ist moderne Architektur! Nichts im Vergleich mit den Betonbauten zu DDR-Zeiten. Zum Glück kann man über Architektur streiten. Und wenn ich mir überlege wie viele Menschen nun die neue Reisefreiheit nutzen. Manche, die 1989 auf die Straße gingen, sind noch nicht einmal bis Bayern, geschweige denn ins restliche Ausland gereist; fühlten sich aber zu DDR-Zeiten eingeschlossen. In Ordnung, das nennt sich nun Meinungsfreiheit. Darf man jetzt haben, gab es ja angeblich zu DDR-Zeiten nicht. Ich bin zu jung um das zu beurteilen. Auch geändert hat sich die Überwachung des Staates. Der Bundestrojaner wird nicht gegen Regimegegner, sondern gegen Terroristen eingesetzt. Gleiches beim Abhören von Telefonen und der Idee des internen Einsatzes der Bundeswehr. Ja, es gibt Dinge, die sich nicht geändert haben. Das soll auch kein klischeehaftes Ostler-Gemecker sein. Man macht sich nur seine Gedanken. Fakt ist, dass ich, wenn die Wende nicht gekommen wäre, anders aufgewachsen und etwas anderes gelernt hätte. Die DDR wäre technisch gesehen bestimmt noch weiter zurück. Würde man als DDR-Normalbürger überhaupt wissen was Internet ist? Was hätte der Staatsrat beim sogenanten Jahrhunderthochwasser unternommen? Fragen über Fragen, die letztendlich Geschichtswissenschaftler beantworten sollten, wenn sie lange Weile haben. Für mich ist auf alle Fälle erst "Tag der Deutschen Einheit", wenn die BRD als ein Land mit mehreren Bundesländern angesehen wird und die Teilung zwischen Ost und West nur noch auf der Wetterkarte passiert. Und das kann leider dauern. Vor allem bei den Politikern. Tuesday, October 2. 2007Lesung
Ich habe viele Bücher. Sehr viele. Vor allem fallen beim Durchschauen meiner Bibliothek die vielen Softcover-Bücher auf. Das liegt daran, dass diese billiger sind als Hardcover. Wenn ich mir also mal ein Hardcover-Buch kaufe, muss es etwas besonderes sein. Und heute war so ein besonderer Tag. Ich war bei einer Lesung von Wladimir Kaminer in meiner Lieblingsbuchhandlung. Es war spitze. Ironisch beschreibt er seine Erlebnisse und Gedanken zu seiner Parzelle 118. Erste Quintessenz: Jeder Kleingärtner verstößt zwangsläufig gegen das Kleingarten-Gesetz. Wenn man die Gründe dafür ließt, liegt man auch als Gartenmuffel vor lachen am Boden. Aber wenn es Kaminer zum Besten gibt, mit seinem netten russischem Akzent, bekommt man sich erst gar nicht mehr ein. Kein Wunder, dass die Veranstaltung nach nicht einmal einer Woche ausverkauft war. Zum Schluss gehört natürlich noch ein Autogramm ins Buch; auch wenn sich mein Vater wundert, was ich als Gartennichtfreund damit will. Die Antwort ist doch ganz einfach: Lesen und amüsieren.
Zu meiner Beruhigung habe ich auch feststellen können, dass eine Lesung, zumindest eine von Wladimir Kaminer, nichts mit der Lesung aus „Pappa Ante Portas“ zu tun hat. Ergo wird es nicht meine letzte gewesen sein. |
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