Sunday, October 28. 2007
Kurze Zusammenfassung zur Dresdner ... Posted by Falk Döring
in Ironisches, Unterwegs at
21:53
Comments (0) Trackbacks (0) Kurze Zusammenfassung zur Dresdner Herbstmesse 2007
Ich war gestern auf der Dresdner Herbstmesse. Die Anzahl der Besucher war die letzten Jahre schon einmal mehr, auch wenn laut kostenloser Wochenzeitung die Anzahl der Aussteller gewachsen sei. Interessant war es vielleicht nur für Eigenheimbesitzer, da diese ihre Häuser wegen der fehlenden Sonne nun mit Holzschnipseln heizen könnten und die Dächer mit Solaranlagen in jeder Art und Größe schmücken sollten. Und da wir gerade beim tarnen von Dächer sind: Auch die Bundeswehr war anwesend. Will wohl keiner mehr freiwillig Krieg spielen? Aber nein! Als ich mir eines der Werbevideos ansah wurde mir klar: So wie die Soldaten ihr Aussehen verändern, schmückt auch der Herbst die Natur. Nur mit dem Unterschied, dass ein bunter Laubbaum nicht so albern aussieht wie ein geschminkter Soldat. Und dass wenn ein Baum schießt es nur in die Höhe und die Breite ist und nicht aus einer Projektilwaffe. Besonders hat mich aber ein Mixer-Verkäufer fasziniert. Nicht das, was er sagte, sondern wie er es sagte. Er rasselte seinen Text herunter, ohne Punkt und Komma. Zwischendurch eine lustige Bemerkung, die fast unterging und selten einer Lachen konnte. Die Leute standen wie kleine Kinder staunend vor dem beleuchteten Präsentationspult, als ob sie noch nie einen Mixer gesehen hätten. Und ich stellte mir Fragen: Lernt man diese trockene Rhetorik bei irgendeiner Schulung – neudeutsch Coaching – oder muss man mit dieser Gabe geboren werden? Was wäre aus den Leuten geworden, wenn sie nicht so quasseln würden wie sie es tun? Glauben sie an das, was sie sagen? Und warum verrät keiner den Preis für dieses Gerät?
Tuesday, October 23. 2007Langlauf mit der DVB
Als ich meine neue Arbeit in Dresden anfing, empfahlen mir meine Chefs den Öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. An der Firma gibt es reichlich fehlende Parkplätze. Mit diesem Rat rannten sie bei mir offene Türen ein. Ich fahre gerne mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und heimse sehr oft verständnislose Blicke ein, wenn ich dies offen zugebe. Da bekomme ich Sätze wie „In den Bahnen stinkt es“ oder „Die kommen immer zu spät“ zu hören. Na und? Jeder Mensch hat seinen Geruch. Spätestens seit der Verfilmung von „Das Parfüm“ ist das Weltweit bekannt. Und Zeit ist erstens vom Menschen gemacht und zweitens relativ. Und drittens kann ich auch mit einem Auto zu spät kommen. Heute bin ich über mein Organisationstalent erschüttert.
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Tuesday, October 2. 2007Lesung
Ich habe viele Bücher. Sehr viele. Vor allem fallen beim Durchschauen meiner Bibliothek die vielen Softcover-Bücher auf. Das liegt daran, dass diese billiger sind als Hardcover. Wenn ich mir also mal ein Hardcover-Buch kaufe, muss es etwas besonderes sein. Und heute war so ein besonderer Tag. Ich war bei einer Lesung von Wladimir Kaminer in meiner Lieblingsbuchhandlung. Es war spitze. Ironisch beschreibt er seine Erlebnisse und Gedanken zu seiner Parzelle 118. Erste Quintessenz: Jeder Kleingärtner verstößt zwangsläufig gegen das Kleingarten-Gesetz. Wenn man die Gründe dafür ließt, liegt man auch als Gartenmuffel vor lachen am Boden. Aber wenn es Kaminer zum Besten gibt, mit seinem netten russischem Akzent, bekommt man sich erst gar nicht mehr ein. Kein Wunder, dass die Veranstaltung nach nicht einmal einer Woche ausverkauft war. Zum Schluss gehört natürlich noch ein Autogramm ins Buch; auch wenn sich mein Vater wundert, was ich als Gartennichtfreund damit will. Die Antwort ist doch ganz einfach: Lesen und amüsieren.
Zu meiner Beruhigung habe ich auch feststellen können, dass eine Lesung, zumindest eine von Wladimir Kaminer, nichts mit der Lesung aus „Pappa Ante Portas“ zu tun hat. Ergo wird es nicht meine letzte gewesen sein. |
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