Wednesday, January 30. 2008
Bei Risiken und Nebenwirkungen Posted by Falk Döring
in Geschichtchen, Ironisches, Unterwegs at
21:31
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Ich habe heute was erlebt ... Gehe ich in eine Apotheke um mir ein Mittel gegen meine verstopfte Nase zu kaufen. Die Verkäuferin war gleich tief besorgt um mich, schließlich sind Arzneien ja nicht gerade billig. Also muss der Kunde ja beraten werden, damit er nicht das Falsche verkauft bekommt. Nach einer intensiven Befragung wo der Schleim überhaupt steckt (mehr in den Nasennebenhöhlen oder doch in den Wangen? Kopfschmerzen? Halsschmerzen? Brennt es beim Schnauben? Besteht eine Schwangerschaft? Haben Sie Fußpilz? Steht der Mond in Konjunktion zu Ihrem Sternzeichen?) wurden mir scheinbar tausende von Medikamenten auf die Ladentafel geschaufelt. Und nun ging es los. Ich kam mir vor wie bei der Werbung. Der Finger tippte von Schachtel zu Schachtel mit der entsprechenden Erklärung: Dieses Medikament ist gegen die verstopfte Nase; damit können Sie ihr Immunsystem wieder aufbauen; dies beugt Halsschmerzen vor, und das können Sie nehmen falls Sie sich vorbeugen mussten. Und alles in einer Monotonie, als ob sie mir aus dem Pschyrembel vorlesen würde. Scheinbar konnte die Gute alle Packungsbeilagen auswendig (Von Nebenwirkungen hat sie nichts gesagt und ich vermeide es, diese nachzulesen.) Ich war so frei und habe mich doch „nur“ für ein Nasenspray entschieden. Einmal genommen, und seit dem ist der Riechkolben geräumt. Die Bekämpfung der Viren übernimmt mein Körper für mich. Ich bin ganz fest davon überzeugt, dass morgen alles vorbei ist. Drei Tage Schnupfen sind genug.
Friday, January 25. 2008
Pünktlichkeitsstudie Posted by Falk Döring
in Ironisches, Unterwegs at
06:33
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Was haben meine entzündeten Adleraugen heute früh in meinem Newsreader gelesen? Die Stiftung Warentest hatte die Pünktlichkeit der Bahn getestet und festgestellt: 38 Prozent der getesteten Züge kamen zu spät. Also, ich muss mal sagen: Das hat mich wirklich sehr überrascht. Wie kommen die nur darauf? Das ist mir noch nie aufgefallen.
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Sunday, January 20. 2008
Dinge, die man nicht verstehen muss Posted by Falk Döring
in Ironisches at
21:47
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Zu DDR-Zeiten war es für das kollektive Wohlergehen ganz wichtig, jedes Wochenende die große Hausordnung (Boden, Keller, Zugang) zu machen: Kehren, wischen und möglichst nochmal mit den Staublappen drüber gehen. Wer die Hausordnung nicht sachgemäß erledigt hatte, wurde vom Hausbuchführer öffentlich getadelt. Gelegentlich gab es dann auch mal die goldene Hausnummer. Aber so genau weiß ich das nicht. Bin ja nicht gerade alt für mein Alter. Zwischendurch kam die Wende. Doch die Hausordnung war nicht entfallen.
Als ich einzog war gleich eines meiner ersten Anliegen: Hausordnung wird für mich gemacht. Dass ich extra darauf hinweisen musste und es nicht als selbstverständlich angesehen wurde, verwunderte mich schon. Bei den alten Mietverträgen (aus DDR-Zeiten) steht noch kein Passus drin, der die Möglichkeit der Treppenreinigung durch Dritte vorsieht. Bei meinem neuen Vertrag schon. Angeblich wäre es auch ein großer Aufwand dies bei den Bestandsmietern zu ändern. Egal, ich bin nicht der Vermieter und zahle meinen Obolus dafür, dass ich nur für meine Wohnung die Reinigung übernehmen muss. Nun bleibt noch die Frage zu klären: Wann wird die Hausordnung gemacht? Für mich in der Woche. Aber die Anderen, die es selbst machen müssen, stellen sich Sonntags dreiviertel eins ins Haus und wischen. Also ich kann mir eine bessere Sonntagsbeschäftigung vorstellen. Aber in Anlehnung an ein altes Gedicht gesprochen: Erst wenn der letzte DDR-Mietvertrag gekündigt, der Sonntag restlich heilig und der Rücken nicht mehr mitmacht, werden die Leute feststellen, dass man auch die Hausordnung machen lassen kann. |
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