Ich hatte heute ein Problem: Ich sollte meine ehrliche Meinung sagen. Klingt einfacher als es war, denn mit meiner Meinung habe ich zwei Dinge erreicht: Ich habe jemanden ganz schön vor den Fuß getreten und mich gleichzeitig in eine Ecke gestellt, in die ich nicht gehöre. Und nun kommt die moralische Auswertung. Was habe ich gesagt? Wie hätte ich es sagen sollen? Hätte ich es überhaupt sagen sollen? Oder hätte es gereicht, es schon anders zu sagen? Warum waren mir die passenden Argumente nicht eingefallen, als ich diese brauchte?
Ja, die Wahrheit zu sagen ist nicht ganz einfach, wenn man die Konsequenzen beachten will. Die Anforderung war aber: Sagt eure ehrliche Meinung. Und ich habe sie gesagt. Und ich werde damit leben, weil ich der festen Überzeugung bin, diese immer wieder vertreten zu können. Egal, welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Schließlich ist man seinem Gewissen verpflichtet.