Saturday, April 26. 2008Biometrie
Nun habe ich ihn auch, den Personalausweis mit biometrischem Foto. Wie ein schwerer Schwerstverbrecher musste ich mich beim Fotografen dafür ablichten lassen. 4 Bilder, wovon man eines bei der Beantragung des Personalausweises abgibt; und bei der Abholung sogar wieder zurück bekommt. Was will ich nun mit 4 Verbrecherbildern? In die nächste Bewerbung kleben? Und wofür sind die biometrischen Bildchen überhaupt gut? Muss ich jetzt immer so durch die Straßen laufen, als hätte ich Zahnschmerzen?
Was mich aber noch wundert. Wenn man z.B. ein Handy kauft, so mit Karte und so, da muss man ja seinen Personalausweis hingeben, damit die Nummer eingetippt werden kann. Nur, mit meinem neuen Ausweis habe ich auch eine neue "Personalnummer" bekommen. Wie sieht es denn jetzt mit dem alten Handyvertrag aus? Ist der jetzt ungültig? Wird die Mobilfunkfirma mich jetzt deswegen anschreiben? Ich glaube, wieder zu viele Fragen zum Samstag Abend. Tuesday, April 22. 2008Nun streikt die Post
Langsam macht mir Deutschland Angst. Nun legen auch noch die Mitarbeiter der Deutschen Post ihre Arbeit nieder! (Man stelle sich einen Fußboden in einem Verteilzentrum vor, auf dem tausende von Briefen liegen.) Das ist nun schon die wie vielte Firma, die in den letzten Monaten bestreikt wird? Aber auch hier gilt, wie beim Streik der Bahn, das Ding geht nach hinten los. Denn was passiert mit den liegen gebliebenen Sendungen? Sie müssen halt einige Tage später zugestellt werden. Ich weiß, es gibt Briefe, die sind dringend und wichtig, aber der Otto-Normal-Brief kann doch ruhig einige Tage später beim Empfänger landen. Was stört es mich, wenn ich die neueste Werbung für einen Kerzenständer drei Tage später in den Papierkorb werfe? Und die Firmen? Die Sekretärin hat halt an einem oder zwei Tagen einige Briefe mehr zu öffnen. Gut, auch das nervt, ist aber noch zu verkraften (außer bei den oben genannten wichtigen Briefen).
Blöd wird es aber für die Zusteller, die mehr Sendungen mit sich rumzuschleppen haben. Wenn sie nicht alle Briefe auf einmal mitnehmen können, wird halt auf der Tour nachgeladen (und die Zeit der Zustellung verlängert sich nach hinten hinaus). Zu Zeiten, in denen sogar Taxen für die Belieferungen der Zusteller genutzt werden, ist das doch kein Problem. Und was passiert bei Tarifabschluss, bei höheren Gehältern? Richtig, der Kunde zahlt noch mehr für den Brief. Und wird sich nach "alternativen Postdiensten" umsehen. Diese sind ja auch nicht gerade wenig. Übrigens sollte gestern angeblich kein Brief in Dresden zugestellt werden. Wenn dem so war, wurde mein Briefkasten von einem Streikbrecher befüllt. War aber auch nur addressierte Werbung. Sunday, April 20. 2008Bilderdiebstahl
Als ich heute meine Webseiten-Statistiken durchsah, ist mir aufgefallen, dass einige meiner Bilder auf fremden Webseiten verlinkt werden. Über dieses „Problem“ habe ich mir eigentlich noch nie Gedanken gemacht. Was soll ich jetzt machen? Bin ich eine nette Person und lasse es zu? Oder soll ich einfach die Bild-URL ändern? Oder soll ich ganz fies sein und die betreffenden Bilder mit einem Hinweis auf Diebstahl versehen?
Im Grunde genommen habe ich kein Problem damit, wenn jemand ein von mir ins Internet gestelltes Bild weiter verwendet. Aber dann hätte ich gerne einen Hinweis bzw. eine Anfrage ob ich es auch möchte. Ich kann doch auch nicht einfach bei anderem am Haus vorbei gehen und Blumen mitnehmen, weil sie mir gefallen. Entweder ich genieße den Anblick oder Frage den Besitzer, wo man die Blumen erwerben kann. Es wird einem bestimmt weiter geholfen und fördert auch noch die Kommunikation untereinander. Wie auch immer. Ich werde mir etwas einfallen lassen. Soviel ist sicher. Saturday, April 19. 2008Treuer Kunde
Bereits gestern wurde ich von meiner Hausbank (welch blödes Wort) angerufen. Als treuer Kunde wollte sie exklusiv für mich eine besondere Karte anbieten. Gut, sie wollten natürlich wieder mal mein bestes – mein Geld. Heute hatte ich von einem Versandhandel einen Katalog im Briefkasten. Als treuer Kunde kann ich mir bei einer Bestellung eine Prämie aussuchen.
Boar! Was muss man tun, um so viel Exklusivität genießen zu können? Einer Bank muss man Geld geben. Was natürlich bei einem regelmäßigen Einkommen nicht schwer sein sollte. Bei einem Versandhandel muss man natürlich ebenfalls nicht gerade wenig Umsatz machen. Da Weihnachten, Ostern und diverse andere Feste anstanden und man ja auch nebenbei Arbeiten muss, bietet sich eine Online-Bestellung an. Und schwups, ist man vom C-Kunden zum A-Kunden mutiert. Ähnlich war dies bei der Deutschen Bahn. Regelmäßig mit dem Zug pendeln und schon wird man Comfort-Kunde. Aber wehe, wenn man nicht mehr fährt. Dann schwindet der Status von Monat zu Monat. Was sagt uns dies alles? Geld regiert die Welt. Wer Geld hat, kommt zu Vergünstigungen. Wer keines hat, wird nie in den Genus von Vergünstigungen und Prämien kommen. Dies ist in der Politik, in der Wirtschaft und auch privat so. Saturday, April 19. 2008
Neusprech-Vortrag Posted by Falk Döring
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08:43
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Gestern gab es einen Vortrag zum Thema "Neusprech im Schnüffelstaat", gehalten von Martin Haase. Organisiert wurde die Veranstaltung vom C3D2, also dem CCC in Dresden. Martin Haase nahm dabei einige Aussagen und Reden von Politikern auseinander. Er erklärte zum Beispiel den Unterschied zwischen dem „Wir“, „Wir“ und dem „Wir“. Ja, es gibt drei „Wir“s. Das erste „Wir“ ist die Person die „Wir“ sagt und alle anderen. Ein anderes „Wir“ sind der Sprecher und seine Interessensgruppe. Das letzte „Wir“ sind dann die Anderen, also nicht der Sprecher, sondern eine andere Gruppe, zu der sich aber in diesem Fall der Sprecher zählt. Man muss also aufpassen, von welchem „Wir“ ein Politiker (oder eine andere Person) redet, wenn sie uns etwas schmackhaft macht. Und da sind wir schon beim nächsten Thema. Egal wie schlecht die Nachricht ist, immer positiv formulieren.
Es gab noch mehr solcher interessanten Erkenntnisse, zu denen man sich normalerweiße keinen Kopf macht. Ich hoffe, dass demnächst die Folien online gestellt werden. Allerdings werden diese für Leute, die den Vortrag nicht gehört haben, vermutlich wertlos sein. Nachtrag: Die Folien sind online. Und wie ich schon geschrieben habe: Ohne Vortrag kann man mit einigen Seiten nichts anfangen. Wednesday, April 16. 2008Links vorbei geht immer
Es fasziniert mich immer wieder aufs neue, wenn ich einen erstaunten Busfahrer sehe. Ich dachte immer, diese Berufsgruppe erlebt Tag für Tag solche skurrilen Sachen, dass sie sich nicht mehr überraschen lässt. Doch heute war wieder ein Tag, an dem ein Busfahrer fassungslos den Kopf schüttelte.
Die Situation war folgende: Der Bus wollte nach links in eine Straße abbiegen. Dazu fuhr er leicht nach links, blinkte und wollte den Gegenverkehr noch vorbei lassen. Eine nette Geste,die ja laut StVO auch so gefordert wird. Aber da kam so ein Autofahrer von hinten und fuhr links! am Bus vorbei. Dass er damit fast mit dem Gegenverkehr zusammenstieß ist nicht erwähnenswert. Jedenfalls musste der Gegenverkehr bremsen, der Busfahrer wusste nicht, ob er hupen oder fluchen sollte und der Autofahrer hatte nicht nur drei Sekunden gerettet, sondern auch noch einen "gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr" verursacht. Wo ist da die Polizei? Tuesday, April 15. 2008Anfahren und Bremsen
Das Fahren in einem Tatra (ich weiß, das Blog entwickelt sich langsam zu einer Fanseite dieses Straßenbahntyps) hatte noch nie so viel Spaß gemacht wie gestern. Vor allem weil ich jetzt weiß, welches Pedal wann getreten wird, welches Geräusch dabei entsteht und wie die Straßenbahn reagiert. Zunächst habe ich es unbewusst verfolgt. Doch irgendwann fiel mir auf, dass ich im Kopf anfuhr und bremste. Ich glaube, mich hat da wieder so ein Virus befallen. Es ist schön, wenn man sich selbst eine Freude machen konnte. Und ich glaube, es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.
Saturday, April 12. 2008Was machst du am Liebsten? Straßenbahn fahrn!
Auch heute bin ich Straßenbahn gefahren. Diesmal vom Betriebshof Reick zum Betriebshof Trachenberge. Das Besondere daran war aber, dass ich einen Teil er Strecke selbst hinterm Führerstand saß. Natürlich mit Fahrlehrer und ohne Passagiere. Mein Gefährt war der abgebildete Tatra der DVB. Das Fahrzeug ist nur 17 Tonnen schwer und 2,2 Meter breit.
So eine Bahn ist ein klein wenig anderes als ein Auto. Man ist an seine Schienen gebunden und nur selten hat man Probleme mit anderen Autofahrern. Hinzu kommt die eigentlich leichtere Steuerung, weil nur Gas und Bremse zur Verfügung standen. Eigentlich leichter, denn als Autofahrer ist man ja gewohnt nach dem Gas geben zu kuppeln, also den Fuß vom Gas zu nehmen. Macht man dies bei einer Straßenbahn, wird diese wieder langsamer. Natürlich sind wir auch an den Haltestellen stehen geblieben. Das hatte zur Folge, dass einige Leute aufsprangen und in den Fahrschulwagen einsteigen wollten. Na ja. Wer lesen kann ... Bestimmt hatten die sich auch innerlich aufgeregt, warum die DVB so eine „alte Krügge“ schickt. Doch mit einer neuen Krügge wäre ich vermutlich nicht gefahren. Tuesday, April 8. 2008Tue nichts gutes ...
... dann wird dir auch nichts Böses wiederfahren. Diese Weisheit fiel mir ein, als ich folgendes auf einem Internetportal las: Musikhören mit Kopfhörern kann einen gutartigen(!) Hirntumor verursachen.
Wer also glaubt, seinen Mitmenschen etwas gutes tun zu wollen und deshalb seine Musik mit Kopfhörern konsumiert, der kann anschließend einen Tumor haben. Nun verstehe ich auch die Jugendlichen von Samstag früh Privat könnte man also das Risiko umgehen, indem man keine Kopfhörer mehr nutzt. Aber was ist mit den Berufstätigen? Callcenteragenten tragen täglich Kopfhörer. Auch die Leute in der Luftsicherung fallen mir sofort ein; das Militär. Die sind doch alle gefährdet. Und was wird aus der Kopfhörer-Industrie, wenn plötzlich keiner mehr Kopfhörer kauft? Der Umsatz geht zurück, Aktien kippen, Panikverkäufe, Pleiten ... Der Untergang der Menschheit droht! Ironiker versuchen ihr Glück an solchen sinnlosen Artikeln wie diesem! Oh Mann, die Kausalität solcher Meldungen ist wirklich nicht zu unterschätzen! Saturday, April 5. 2008
Auch Spammer haben technische Probleme Posted by Falk Döring
in Computer und Internet at
10:13
Comments (0) Trackbacks (0) Auch Spammer haben technische Probleme
Habe ich mich gerade köstlich amüsiert, als ich nach meinem Spam Ausschau hielt. Da steht doch wirklich im Absender „{FIRSTNAME_BODY} {LASTNAME_BODY}“. Ist halt Mist, wenn die Spam-Maschine keine Namen mehr generiert.
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