Tuesday, April 22. 2008Nun streikt die Post
Langsam macht mir Deutschland Angst. Nun legen auch noch die Mitarbeiter der Deutschen Post ihre Arbeit nieder! (Man stelle sich einen FuĂboden in einem Verteilzentrum vor, auf dem tausende von Briefen liegen.) Das ist nun schon die wie vielte Firma, die in den letzten Monaten bestreikt wird? Aber auch hier gilt, wie beim Streik der Bahn, das Ding geht nach hinten los. Denn was passiert mit den liegen gebliebenen Sendungen? Sie mĂŒssen halt einige Tage spĂ€ter zugestellt werden. Ich weiĂ, es gibt Briefe, die sind dringend und wichtig, aber der Otto-Normal-Brief kann doch ruhig einige Tage spĂ€ter beim EmpfĂ€nger landen. Was stört es mich, wenn ich die neueste Werbung fĂŒr einen KerzenstĂ€nder drei Tage spĂ€ter in den Papierkorb werfe? Und die Firmen? Die SekretĂ€rin hat halt an einem oder zwei Tagen einige Briefe mehr zu öffnen. Gut, auch das nervt, ist aber noch zu verkraften (auĂer bei den oben genannten wichtigen Briefen).
Blöd wird es aber fĂŒr die Zusteller, die mehr Sendungen mit sich rumzuschleppen haben. Wenn sie nicht alle Briefe auf einmal mitnehmen können, wird halt auf der Tour nachgeladen (und die Zeit der Zustellung verlĂ€ngert sich nach hinten hinaus). Zu Zeiten, in denen sogar Taxen fĂŒr die Belieferungen der Zusteller genutzt werden, ist das doch kein Problem. Und was passiert bei Tarifabschluss, bei höheren GehĂ€ltern? Richtig, der Kunde zahlt noch mehr fĂŒr den Brief. Und wird sich nach "alternativen Postdiensten" umsehen. Diese sind ja auch nicht gerade wenig. Ăbrigens sollte gestern angeblich kein Brief in Dresden zugestellt werden. Wenn dem so war, wurde mein Briefkasten von einem Streikbrecher befĂŒllt. War aber auch nur addressierte Werbung. Trackbacks
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