Friday, August 22. 2008Abarbeiten einer Aufgabenliste
Um sich besser zu organisieren und sich immer vor Augen zu halten, dass es eine Menge im Haushalt zu tun gibt, habe ich mir eine Liste gemacht, auf der ich alles notiere, was ich in de nächsten Tagen machen will. Irgendwann (auch neudeutsch zeitnah genannt) greife ich mir einige Punkte heraus und arbeite diese ab. Auf meiner Aufgabenliste hatte ich mir heute den Einkauf betreffende Punkte herausgesucht. Zum einen standen bei mir zu viele Pfandflaschen herum. Weiterhin brauche ich für meinen Computer eine neue Maus (da bin ich nun Linux-User und beackere die meiste Zeit die Tastatur; trotzdem hat vor einigen Tagen die linke Maustaste den Geist aufgegeben) und für meinen Staubsauger einen neuen Filter und eine neue Bürste. Für meine Balkontür könnte ich einen Griff gebrauchen, damit ich die Tür auch von außen schließen kann, ohne meine Finger im Rahmen verkrampfen zu müssen. Um diese Punkte abzuarbeiten musste ich in ein Einkaufszentrum und einen Baumarkt. Zuerst ging es ins Einkaufszentrum.
Meine Flaschen los zu werden war die einfachste Aktion. Kurz an die Schlange anstellen, kontrollieren ob der Flaschen-Entgegennehmer richtig zählt und an der Information das Geld abholen. Nun ging es zum Elektrogroßmarkt. Die einzige Frau die sich für Staubsauger verantwortlich sah, war bereits mit einer anderen Kundin beschäftigt. Die Kaufinteressierte sah genauso skeptisch aus wie jeder, der einen Staubsauger braucht. Letzten Endes hat sie auch das getan, was viele Kunden tun, die einen neuen Staubsauger wollen: Sie hat gesagt, sie müsse sich das mal überlegen. Kein Wunder: Diese riesigen Geräte, das unförmige Design und dieser Lärm der beim Saugen entsteht, will gut überlegt sein.
Nun war ich aber dran ... mit Beratung. Ich gab den Namen meines Staubsaugers preis und dass ich einen neuen Filter für das Ding brauchte. „Haben Sie die Artikelnummer?“ Artikelnummer. Verdammt nochmal. Natürlich nicht! Wer kann den damit rechnen, das ein Name nicht reicht? Das schwedische Möbelhaus weiß doch auch, das ich einen Billi will, wenn ich einen Billi verlange. Na egal. Die Frau war freundlich und meine Laune gut. Also warum in die Luft gehen? War ja wirklich meine Schuld. Jeder Gang macht schlank und Eile mit Weile. Was lange währt, wird endlich gut usw. Wenn ich dann die Nummer hätte, müsste ich zum Service und der bestellt mir dann das Filter. Als ich dann noch fragte, ob es ein Problem sei, wenn der rote Stoff an der Bürste ab ist, wurde ich leicht schräg angesehen. „Sie meinen den Fadenheber?“ „Wenn der so heißt.“ „Der heißt so“, wurde mir bestätigt. Und ohne diesen zerkratze ich mir den Fußboden. Also noch eine neue Bürste. „Da lohnt sich doch schon ein neuer Staubsauger.“ „Meiner ist aber gerade mal drei Jahre alt.“ Achselzucken. Soviel zum Thema Umweltschutz. Also werde ich mir als nächstes die Nummer des Staubsaugers und die Maße des Stellplatzes, den er jetzt einnimmt, aufschreiben. Und bei meinem nächsten Besuch vermutlich mit einem neuen Staubsauger nach Hause gehen. Als nächstes ging es zum Baumarkt. Auch hier war ich sehr erfolgreich. Die hatten nämlich nichts: Weder einen Griff für meine Balkontür noch einen Mitarbeiter, den man hätte fragen können. Also ging ich nach Hause. Dort konnte ich nur einen Punkt von meiner Liste streichen: Pfandflaschen wegschaffen. Und? Was vermisse ich jetzt? Richtig, die Computermaus! Die habe ich gleich mal ganz vergessen. Trackbacks
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