Tuesday, October 14. 2008Das böse Internet und die Musik
Die Popkomm ist zu ende. Und natürlich hat die Musikindustrie wieder einmal ihr altes Lied über das böse Internet geträllert. Die Absatzzahlen seien schlecht, da viele Hörer die Musik über illegale Tauschbörsen herunterladen. Bei solchen Nachrichten denkt man ja, das die Labels froh sind, wenn man sich eine CD legal im Laden kauft. Dies scheint aber nicht der Fall zu sein.
Das Problem mit den CDs ist ja, dass man diese kopieren kann. Deshalb sind sie vom Umtausch ausgeschlossen. Was ist aber, wenn ein Fehler auf den Silberscheiben ist? Mein Beispiel ist ein zu kurzes Liedchen. Eigentlich soll es 3:30 Minuten lang sein, es sind aber nur 1:30 Minuten vorhanden. Es wird einfach abgebrochen. Nun denkt man doch, dass die Labels sich um ihre ehrlichen Kunden kümmern. Ich schrieb also eine E-Mail an den Herausgeber der Silberscheiben und ... habe nach zwei Monaten noch immer keine Antwort erhalten.
Was soll ich jetzt mit den fehlenden zwei Minuten machen? Eine andere CD kaufen wo das Lied nochmal drauf ist? Nee. Bestimmt nicht. Ein anderes Problem was ich sehe sind die Preise. Die CDs werden gepresst und sollen zu einem festgesetzten Preis verkauft werden. Natürlich gibt es noch einen gewissen Spielraum, eine CD ist ja kein Buch und unterliegt keiner Preisbindung. Hauptsache der festgesetzte Gewinn kommt nach kurzer Zeit mit möglichst wenigen Silberscheiben rein. Nach einer gewissen Zeit werden dann die CDs, die nicht verkauft wurden, zurückgenommen, ein Großteil vernichtet (wir leben halt in einer Wegwerfgesellschaft) und ein kleiner Teil wird an Händler verkauft, die dann die CDs, nun mehrere Jahre alt, nochmal versuchen zu billigeren Preisen an den Musikfreund zu bringen. Hier stellt sich für mich die Frage, warum die CDs nicht gleich billiger Verkauft werden. Dieses oben beschriebene Verfahren kostet doch auch wieder Summen und wird von jedem, der eine CD kauft, mitgetragen. Trackbacks
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