Tuesday, January 13. 2009Visitenkarten
Eine kleine Geschichte wollte ich schon vor einigen Tagen veröffentlichen. Und zwar bin ich wieder mal mit der Straßenbahn unterwegs gewesen. Kein Wunder, immerhin ist dies mein Fortbewegungsmittel Nummer 1. Da saß so ein junger, dynamischer Geschäftsjunge in der Straßenbahn und war fleißig am Telefonieren. Er fiel mir nicht nur wegen seines schlecht sitzenden Anzuges auf, sondern weil er mit seinem Telefongespräch die ganze Bahn unterhielt. Und worum ging es? Er hatte am anderen Ende vermutlich einen Kumpel, der einige Leute zusammentrommeln sollte, damit der Bahn-Unterhalter einen Vortrag oder so etwas in der Art halten konnte. Und nun kommt die Stelle, die mich schmunzeln lassen hat: Die Person am anderen Ende wollte Visitenkarten von dem Geschäfts-Burschen mit dem schlecht sitzendem Anzug. "Was?", war in etwa die Reaktion. "Ich gebe keine Visitenkarten mehr raus. Nur noch an Geschäftspartner. Weißt du wie viel die mich kosten? Zwei Euro das Stück! Und du willst mir bestimmt keine 30 Euro geben weil du die nicht hast. 500 Euro haben mich letztes Jahr die Visitenkarten gekostet."
Zum Glück verstehe ich nichts von Visitenkarten. Ich weiß nur das dort Firma, Name, Anschrift und Telefonnummer drauf stehen und um einiges leichter sind als ein Laptop, auf dem man zwar tausende Kontaktdaten speichern kann, aber auch mindestens ein Kilo wiegt. Hin und wieder bekomme ich eine VK zugesteckt, ohne das ich ein direkter Geschäftspartner von dieser Person bin. Na ja. Wenn ich dann auch eines schönen Tages im schlecht sitzenden Anzug mit der Straßenbahn durch Dresden fahre und mein Handy nicht mehr vom Ohr bekomme, werde ich mir auch meine Sorgen über Visitenkarten machen. Trackbacks
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