Sunday, August 23. 2009Mixxx-imal beeindruckt
Dieses Jahr stand das Dresdner Stadtfest bei mir unter einem Motto: Schau dir mal die Arbeit der DJs an. Und das tat ich auch. Heutzutage stehen die Schallplattenunterhalter ja hinter einem Laptop und drehen anstatt Vynilscheiben eher MP3-Dateien ineinander. Das hat mich ehrlich gesagt etwas fasziniert. Nachdem ich einige Minuten einem der DJs über die Schulter geschaut hatte, fasste ich den Entschluss, das auch mal auszuprobieren. Nun kenne ich bis jetzt nur den SAM Broadcaster. Das Programm ist aber kein DJ-Werkzeug, sondern eine kleine Radiostation. Außerdem funktioniert der SAM (derzeit noch?) nur unter Windows. Icecast habe ich leider bisher noch nie zum laufen bekommen.
Ich wollte also ein DJ-Programm, was möglichst unter verschiedenen Betriebssystemen läuft. Sehr schnell stieß ich auf Mixxx. Mixxx sah auf den Screenshots erstmal so aus wie die Programme, die die DJs genommen haben. Das war schon mal gut. Noch besser wurde es, als ich sah, dass dieses Programm für Windows, Linux und Mac angeboten wird! Und es ist OpenSource. Gleich mehrere gute Gründe, es auszuprobieren.
Die Installation unter Windows verlief schmerzfrei. Einige Male klicken, installieren, Sammlung erfassen, fertig. Schon konnte ich MP3-Dateien in die zwei Spuren ziehen und hörte durch den Lautsprecher Lala. Interessanter ist es aber unter Linux. Dort hatte ich bisher Erfahrungen mit UltraMixer (einem Java-Programm) und mit der IDJC (Internet DJ Console) gemacht. Bei beiden Programmen hatte ich immer Probleme wegen der Latenz. Ich hoffte, das es mit Mixxx nicht so war. Die Installation erwies sich erstmal als knifflig, da Mixxx 1.7.0 nicht unter Kubunut 8.10 läuft. Also installierte ich es auf meinem Netbook, einem Lenovo S10e. Dort läuft ein Kubuntu 9.04. Die Installation klappte denn auch. Starten muss ich das Programm allerdings über die Kommandozeile, da sich Mixxx sonst über das Fehlen einer Datei beschwert. Auch das Erfassen der Sammlung hielt eine Hürde bereit: Gleich nachdem er meine Lieder gescannt hatte wollte ich eines abspielen, doch er sagte "Nietschewo". Also zweiter versuch. Programm gestartet, Sammlung erfasst, und Mixxx wieder ordnungsgemäß über File | Exit beendet. Nun wurde auch die Sammlung geschrieben (übrigens in eine XML-Datei, die bei mir nun über 8 MB groß ist). Nach dem neuerlichen Start klappte auch alles. Die Lala ohne Latenzprobleme, und das Suchen, wenn auch etwas zäh. Auf dem Netbook ist übrigens das Programmfenster etwas höher als die Bildschirmausgabe, aber wenn man es mit Hilfe von Alt+Mausschubsen etwas nach oben schiebt, kommt man einwandfrei überall ran. Somit habe ich jetzt eine kleine mobile DJ-Station, die allerdings einiges an Leistung benötigt. Der Akku fiel innerhalb weniger Minuten von 100% auf 95% usw. Also bei einer DJ-Session doch lieber den Stecker in die Dose stecken. Als nächstes werde ich mir mal die Bedienung mit Tastatur ansehen und wie man zwei Soundkarten nutzen kann (Windows und Linux). Übrigens empfehle ich auch die Videos im Mixxx-Blog anzusehen (auch zu finden über Youtube). Trackbacks
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