Tuesday, May 18. 2010Der Mensch als soziales Wesen
In bestimmten Situationen fĂ€llt mir der Sozialkundeunterricht wĂ€hrend meiner Ausbildung ein. Eines Tages hatten wir das Thema âDer Mensch als soziales Wesenâ. Diese Ăberschrift hat sich in mein Gehirn eingebrannt, weil ich schon damals ein kleines Problem mit dieser Definition hatte. Was bedeutet Sozial? Der Duden liefert folgende ErklĂ€rung: die Gesellschaft, die Gemeinschaft betreffend, gesellschaftlich; gemeinnĂŒtzig, wohltĂ€tig.
Das heiĂt also, der Mensch lebt in einer Gesellschaft bzw. Gemeinschaft. Er hilft sich gegenseitig und respektiert den anderen. Wenn jemand etwas nicht versteht, versuche ich es ihm auf einfache Weise zu erklĂ€ren oder helfe beim lösen des Problems. Das setzt natĂŒrlich voraus, dass ich mich in den anderen hineindenke. Ich gebe zu, dies ist nicht immer einfach. Aber ich versuche es zumindest. Ich helfe wo ich kann. Leider ist die Resonanz unterschiedlich: Entweder es gibt keine Antwort, oder irgendwann bekomme ich einen A-Tritt. Aber das Schönste ist natĂŒrlich ein ernst gemeintes âDankeâ. Ein Wort, was heutzutage viel zu selten ausgesprochen oder geschrieben wird.
Was ich aber nicht darunter verstehe sind Menschen, die nur halbherzig bei der Sache sind (Texte nicht lesen oder nicht hinterfragen), unvollstĂ€ndige Antworten geben, die auch noch ziemlich Fachspezifisch und fĂŒr einen Laien schwer nachvollziehbar sind, oder den fragenden vielleicht sogar noch als dumm darstellen. Jeder Mensch ist dumm. Mich darf keiner ĂŒber Chemie befragen. Einen Chemiker vielleicht nicht ĂŒber Programmierung, und ein BĂ€cker hat vielleicht von Blumenzucht keine Ahnung. Wer keine Lust und Zeit hat soll es einfach lassen. Es gibt Leute, die wegen fehlender Dankbarkeit keinem mehr helfen. Das finde ich schade. Ich bin auch nicht so erzogen. Noch helfe ich gerne und freue mich, wenn diese Hilfe nĂŒtzlich war. Denn miteinander reden, sich helfen und verstehen ist wichtiger als bspw. Konflikte mit Gewalt zu lösen. DAS verstehe ich unter einem âsozialen Wesenâ. Die Frage ist nur, wie lange ich noch dieser Meinung bin. Trackbacks
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Guten Abend Falk,
hmmmmmm was soll ich dazu sagen. Ich weiĂ wovon du redest, kann es gut nachfĂŒhlen. Habe gerade im S9y Blog noch was dazu geschrieben. Ich verstehe manches nicht, weil es scheint, sie wollen es so verstehen, wie sie es verstehen. Ja wo Menschen nicht mehr die Bereitschaft haben miteinander zu reden, verstehen zu wollen, wird Kommunikation zum Problem. Dort wo kein soziales WOHLFĂHLEN stattfindet scheint die Welt grau & trĂŒb. Ja und wo das DANKE fehlt... da verliert sich der Glaube bei dem der Hilfe schenkt. Doch sei dir gewiss, es gibt da drauĂen noch ein paar von unserer Sorte. Und ich bin dankbar das ich hin und wieder einen treffe, so wie dich auch. Falk - und irgendwann wird sich die Waage ausgleichen. Vielleicht nicht durch jene von denen du es erwartest... aber anderen die dich schĂ€tzen. Hab eine GUTE NACHT Bea
Du solltest um deiner selbst Willen helfen wollen und nicht der Dankbarkeit Anderer wegen ...
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