Wednesday, August 2. 2006Bombenwetter bei der Bahn
Ähnlich wie Garvin mache auch ich mir als Bahnvielfahrer so meine Gedanken über den Bombenfund von gestern. Ich habe schon einiges wehrend meiner Zugfahrten erlebt, zum Beisiel irgendwelche Leute auf einer Eisenbahnbrücke, die mich eine Stunde lang warten lassen haben, oder einen "Personenschaden", der 3,5 Stunden mehr Aufenthalt im Zug mit sich brachte. Außerdem habe ich in der Wikipedia den Artikel über Eschede durchgelesen um mich zu informieren, was damals überhaupt passierte. Aber ernsthaft Gedanken oder Sorgen über einen Unfall oder Anschlag habe ich mir bis jetzt noch nicht gemacht. Nun stellt sich die Frage: Sollte ich?
Ich würde mich mal als optimistisch bezeichnen, da ich Vertrauen in den Bahnschutz und die Bundespolizei habe, solche Gefahren frühzeitig zu erkennen. Das eine Bombe explodiert, bevor sie gefunden wird und ich ausgerechnet an diesem Ort bin halte ich für gering. Okay, bei dem "Personenschaden" habe ich auch gedacht, sowas würde ich nie erleben und dann saß ich in dem Zug, den es betraf. Aber selbst Auswirkungen anderer Ereignisse kann meine Zugfahrt beeinflussen, und das halte ich wiederum für wahrscheinlicher. Aber was soll man machen? Das Reisen komplett einstellen? Wohl kaum. Wie gefährlich sind den die Konservierungsstoffe die man täglich einnimmt oder der Straßenverkehr?
Am Besten ist wirklich, sich nicht zu viele Sorgen darüber zu machen. Sonst kann man sich gleich im Irrenhaus anmelden. Täglich sterben mehr Leute auf der Autobahn als im Zug oder bei solchen Explosionen in Deutschland. Und was die Presse angeht: Leider, leider sind auch die serösen Sender und Zeitungen immer mehr auf Sensationen aus. Warum drucken die nicht gleich Webseitenlinks ab, wo man den Bau solcher Bomben nachlesen kann und weiterhin eine Einkaufsliste, wo man die Sachen billig bestellt? Damit spart man sich dann die lange Suche. In diesem Punkt gebe ich Garvin eindeutig recht, wenn er sich fragt, ob diese genauesten Dateils, warum etwas nicht funktionierte, veröffentlicht werden müssen. Denn anschließend ist das Geschrei noch größer, wenn es endlich geklappt hat. Dann jagt eine Sondersendung die nächste, ob die Sicherheitsvorkehrungen ausreichend waren und warum es nur Amateurvideos gibt und keine Livebilder eines Fernsehsenders. Trackbacks
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