Monday, August 21. 2006Sag zum Abschied leise "Raus!"
Eigentlich wollte ich heute über einige schöne Tage in Dresden berichten, doch als ich gestern in meine Wohnung kam und den Briefkasten öffnete, steckte ein Brief aus Dresden in selbigem, der meine gute Laune schlagartig um einige Punkte fallen ließ.
Was in der Kirche "Exkomunizierung" heißt, hat in Dresden einen anderen Namen: Zweitwohnungssteuer. Diese will die Landeshauptstadt Sachsens von mir haben, weil ich die Wohnung meiner Eltern als Zweitwohnung angegeben habe. Dresden möchte nun Geld von mir, weil ich nicht mehr in einer Ausbildung bin und kein Kindergeld in die Haushaltskasse fließt. Und noch so ein Absatz, den ich hier gerne Zitiere, hat mein Gemüt erregt:
Unabhängig von ihrer Unterhaltsberechtigung, empfehlen wir Ihnen zu prüfen, ob in ihrem Fall die Anmeldung einer Wohnung an der o.g. Anschrift erforderlich ist. Halten Sie sich in o.g. Wohnung lediglich zu Besuch auf, ist eine Anmeldung nach Sächsischem Meldegesetz nicht notwendig. Hallo? Warum soll ich bestraft werden, wenn ich so etwas wie Verbundenheit zu meiner Heimatstadt zeige und nicht alle Brücken abbrechen möchte? Was hat Dresden davon, wenn ich sage "[hier die berühmte Abkürzung]" und meine Zweitwohnung abmelde? Glaubt Dresden wirklich, mit Hilfe der Zweitwohnungssteuer so viel Geld verdienen zu können, um diesen dafür notwendigen Verwaltungsapparat zu finanzieren? Will Dresden mich dafür bestrafen weil ich woanders Arbeit gefunden habe und nicht faul auf Kosten des Staates zu Hause sitze? Fragen über Fragen. Und noch keine passende Antwort. In meiner Familie gibt es ein oft zitiertes Sprichwort: "Diese Schweinerei muss eine andere werden." Und hier wird die Umwandlung dokumentiert werden. Ergo: Fortsetzung folgt. PS: Der Erlebnisbericht, den ich ursprünglich schreiben wollte, folgt demnächst. |
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Gelegentlich versorgt mich meine Mama mit interessanten Artikeln. Gestern war einer aus der SZ vom 5.9.06 dabei: Überschrift: "Suizid - zweithäufigste Todesursache" Einleitung: "75 Dresdner nehmen sich jährlich das Leben. Das Rathaus will Hilfe geben
Tracked: Sep 07, 12:15