Friday, September 8. 2006Datenschutz?
Ach ja, die Datenschützer haben wieder ein Thema (ich gebe zu, dieses schon seit langer Zeit): Die Etiketten, die ein Produkt von der Herstellung bis zum Verbrauch "überwachen". Damit kann man tolle Sachen machen: Kuhfleisch verfolgen, Einkaufswagen durch Kassen schieben ohne dass die Waren einzeln gescannt werden müssen, Kaufgewohnheiten der Kunden verfolgen. Und bei letzterem spielt wieder der Datenschutz nicht mit. Es ist wirklich böse zu wissen, ob ich mir eine Schachtel Kaugummi gekauft habe, obwohl ich seit drei Jahren keine gekaut habe.
Wenn ich solche Dinge höre, dann frage ich mich, ob es legal ist, was Amazon macht. Die wissen was für Bücher/DVDs ich gekauft, evtl. welche ich geschenkt bekommen habe und was auf meinem Wunschzettel steht. Ebenfalls kann ich angeben, welche Bücher ich schon habe. Und, wo ist da der Datenschutz? Wenn ich auf die Webseite gehe, werden mir Kaufempfehlungen aufgrund dieser Daten gegeben. Wo ist anschließend der Zwang, die Waren auch zu kaufen? Wie oft schmeiße ich nach Monaten Bücher von meinen Wunschlisten, weil ich kein Interesse mehr dafür habe. Außerdem finde ich es gut, wenn mir nicht unbedingt Produkte empfohlen werden, für dich ich überhaupt kein Interesse oder Verwendungszweck habe (z.B. Computerspiele, Robbie Williams-CDs ode DSDS-DVDs).
Was die Datenschützer auch mal bedenken sollten: Wie viel Daten kann man über jemanden Sammeln und diese zusammenfügen? Wie lange sollen diese gültig sein? Wenn ich heute ein Auto kaufe, kaufe ich mir statistisch gesehen in 10 Jahren ein neues. Okay, in 10 Jahren könnte ich also von Autoherstellern Angebote über Angebote bekommen (in welcher Form spare ich hier mal aus). Doch was ist, wenn ich in 10 Jahren kein Auto mehr fahren kann/will/darf? Oder bereits in 2 Jahren ein neues brauche? Oder zurück zum Buchversender: Wenn ich dort ein Backbuch für meine Mama bestellt habe, haue ich bereits die Statistik durcheinander. Es wird davon ausgegangen, dass ich der Meisterbäcker bin und nun wird versucht mir weitere Backbücher anzudrehen. Ja ja, die Sache ist nicht so einfach. Man findet immer ein Haar in der Suppe. Abrobo Suppe. Der Suppenchef fragt gerade per E-Mail, ob meine Tomatensuppe von vor zwei Wochen geschmeckt hat. Er hätte heute eine Jägerbrühe anzubieten. Trackbacks
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