Monday, October 23. 2006Practical Linux in Gießen
Als ich noch in Dresden weilte, war ich irgendwie zu bequem mich eine Stunde in den Zug zu setzten und z.B. nach Chemnitz zum LinuxTag zu fahren. Am Samstag aber habe ich mich zwei Stunden in den Zug gesetzt und war zur Practical Linux unterwegs. Und was soll ich sagen: Ich habe es nicht bereut
Als erstes habe ich mir den Vortrag "Backup ist nur was für Feiglinge" von Helmut Hullen angesehen. Er stellte "rsnapshot" und "Arktur" vor. An seinem Stand konnte man auch die Vortragsfolien in gedruckter Form bekommen, was eine Nacharbeit im Zug ohne Laptop sehr entgegen kam. Danke dafür
Danach setzte ich mich in den Vortrag "Skolelinux" von Kurt Gramlich hinein. Von diesem war ich schon etwas enttäuscht. Dort wurde nichts groß gezeigt, sondern nur PR für Debian und freie Software gemacht und dass man sich dort einbringen soll. Aber in was - also was genau bietet Skolelinux als Software - das fehlte komplett (oder habe ich das verpasst?). Ich weiß zwar jetzt das Software von SL in über 40 Sprachen zur Verfügung steht, ja und? Der nächste Vortrag war etwas für die Ohren und für die Augen: "JackLab" von Michael Bohle. Als erstes baute er ein Tonstudio auf, das einem die Ohren schlackerten. Für ihn war dies aber nur die "kleine" Ausstattung. Der Gag waren aber die Boxen: Normale Computerboxen. Und damit wollte er "Geile Rockmusik" machen. Als Entschuldigung gab er an, das sich das Practical-Linux-Team um ordentliche Boxen kümmern würde. Na ja. Erzählt hatte er, was für Probleme er hatte, um überhaupt mal einen vernünftigen Ton aus einem Linuxrechner heraus zu bekommen und was gemacht werden muss, damit das freie OS zu einem vollwertigen Tonstudio wird. Der Vortrag dauerte fast zwei Stunden und wurde erst nach anderthalb etwas zähflüssig. Aber er war genial (und hätte in zwei Vorträge aufgesplittet werden sollen: "Musik und JackLab" und "Erfahrungsbericht")! Als nächstes ging es um die Software des Jahres: Xen. Dieser sehr theoretische Vortrag erklärte die Funktionsweise von Virtualisierung und war ebenfalls sehr kurzweilig. Der vorletzte Vortrag wurde von Adriane und Klaus Knopper - letzterer bekannt durch die Live-Distribution "Knoppix - gehalten. Dabei ging es darum, wie sehbehinderte Menschen mit Linux klar kommen können. Dieser Vortrag war sehr faszinierend, weil der Beamer ausstieg und wir wirklich nur über die Sprachausgabe hörten, was der Computer tat bzw. was er an Funktionen anzubieten hatte. Es wurde nicht nur im Internet gesurft, sondern auch E-Mails und SMS gelesen und verschickt. Als letztes habe ich mir noch den Vortrag über "TntNet von Tommi Mäkitalo angesehen. Tommi war bereits in Dresden und wir haben uns gut unterhalten. Auch diesmal war ich von der Technik des TntNet-Webservers fasziniert. Ich werde es selbst mal ausprobieren und einen Erfahrungsbericht veröffentlichen. So, das war nun mein Ausflug nach Gießen. Von der Stadt ansich habe ich leider nicht viel gesehen, aber nur soviel: Mir werden die vielen Ampeln lange in Erinnerung bleiben. Trackbacks
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