Derzeit ist die Bahn wieder mal in den Schlagzeilen. Nicht nur wegen dem Börsengang, sondern wegen der Pünktlichkeit. Ich als Stammkunde erdreiste mir hier mal, etwas dazu zu schreiben.
Erstens wird angegeben, dass es Bauarbeiten gibt, die wegen langem Winter, heißem Sommer und Fußball-WM jetzt ausgeführt werden müssten und diese für Verspätungen sorgen. Okay, sehe ich ein, wenn die letzten Verspätungen nicht ein Steinewerfer, abgerissene Oberleitung und klemmende ICE-Türen gewesen wären.
Als zu spät gilt ein Zug, wenn die Ankunfts- oder Abfahrzeit um mehr als fünf Minuten abweicht. Die Ankunftszeit in Dresden von ICE 1645 ist immer 10 Minuten später (gegen 23:00 Uhr statt 22:48 Uhr). Und diese wird meistens auf der Strecke Leipzig-Dresden reingefahren, obwohl zwischen Leipzig und Riesa die
schnellste Strecke zwischen Frankfurt/Main und Dresden ist.
Fakt ist, wenn die DB mit dem fahrenden Material an die Börse geht, kann sie die Verspätungen auf schlechtes Schienenmaterial und schließlich auf den Staat als Eigentümer des Schienennetzes abschieben. Abgesehen davon, das Zug und Schiene meiner Meinung nach zusammen in staatliche Hand gehören, sollten die Strecken mal weiter ausgebaut werden.
Wie auch immer, für mich ist ein Zug (leider) pünktlich, wenn er seinen Endbahnhof bei Zielzeit+15 Minuten erreicht. Und das die Fahrpreise trotz Konzerngewinn erhöht werden, darüber lasse ich mich hier mal nicht aus.
PS: Im ICE habe ich mal ein Gespräch gehört: "Wieviel Verspätung hattet ihr denn?" "Ein Mehdorn." Ich habe herausgefunden, das ein Mehdorn 15 Minuten sein sollen. Kann mir jemand erklären, ob das stimmt und wie es dazu gekommen ist? Danke!