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Thursday, December 17. 2009Erster Schnee in Dresden
Woran erkennt man ohne aus dem Fenster zu schauen, dass es draußen geschneit hat? Richtig, am Hausmeister und seinem Besen. Denn wer kommt schon auf die Idee, in Zeiten von Klimagipfel und Erderwärmung das WKP (weiße Katastrophenpulver) mit einem handelsüblichen Besen zu beseitigen? Ein motorisierter Schneepflug, der den Schnee auf dem Weg schön glatt drückt, ist doch viel viel besser. Vor allem frage ich mich, wo die Zeitersparnis sein soll. Will Herr Hausmeister wirklich mit dem benzinbetriebenen Besen den Weg frei machen muss er schließlich einige Male den Weg hoch und runter fahren. Außer viel Krach und dass auch die Rentner gegen 6:30 Uhr geweckt werden bringt es nicht viel. Na ja, wenn der Klimagipfel vorbei ist, wird es hoffentlich ein Gesetzt geben, was die Benzinkrachbürsten verbietet. Als nächstes sollten dann auch die Laubpusten und Blätterbläser auf die Abschussliste. Das würde nicht nur die Umwelt danken, sondern auch manche menschlichen Nerven schonen.
Sunday, September 20. 2009Gedanken über eine Tüte
Schreiben wir heute mal wieder über Tüten. Tüten sind für mich als komplizierten Pragmatiker einfach nur ein Behälter, mit dem man Gegenstände transportieren kann. Die Form muss natürlich stimmen, ich würde nie einen Kochtopf in eine Tüte bekommen, die für die Größe von CD-Hüllen ausgelegt ist. In diesem Zusammenhang sollte auch noch die Festigkeit einen entscheidenden Faktor spielen. Was mir aber total egal ist, ist die Herkunft. Ob diese nun vom Drogisten oder Multimediafachmarkt kommt ist für mich Nebensache. (Anders sieht es schon aus, wenn mir ein Beutel mit politischer Werbung gereicht wird. Diesen lehne ich dankend ab.) Aber scheinbar ist es für einige Menschen doch von Interesse. Als ich vorhin an einer Ampel stand kam eine Frau auf eine andere zu und sagte: „Jetzt muss ich Sie doch mal ansprechen. Ich habe die selbe Tüte.“
Ach was, dachte ich. Für mich war die Tüte nur rot mit weißer Schrift. Und wenn zu mir jemand gesagt hätte „Ich habe die selbe Tüte“ ... den hätte ich vermutlich verwirrt angeschaut und nach Anzeichen eines Sonnenstichs Ausschau gehalten. Was bitte war an dieser Tüte so besonderes? Das klärte sich, als die angesprochene Frau antwortete, das die ansprechende Frau dann in irgendeiner Stadt gewesen sein muss. Ah ja, Tüten haben also doch einen Wiedererkennungswert. Auch wenn man nur erkennt, in welcher Stadt jemand war. Eigentlich könnten sich ja die Marketingexperten jetzt freuen, immerhin war dieses Geschäft bzw. diese Stadt im Gespräch. Aber was hat es gebracht? Nichts, da diese beiden Frauen ja schon dort waren. Und mich als potentiellen Kunden wird es auch nicht dorthin ziehen, weil ich erstens nicht weiß was es für ein Laden war und zweitens dank meines Gedächtnis-Siebs vergessen habe, wo dieser Laden war. Beispielsweise wäre ein Fischfutterladen in Düsseldort für mich uninteressant. Thursday, August 13. 2009
Verbesserungsvorschlag für die ... Posted by Falk Döring
in Ironisches at
08:22
Comments (0) Trackbacks (0) Verbesserungsvorschlag für die Hochbeete
Irgendwie lassen mich die Hochbeete am Dresdner Postplatz nicht los. Gestern Abend hatte ich eine tolle Idee, wie man das Pflegen der Blümchen verbessern könnte. Derzeit steht dort tagtäglich eine Person und gießt mit dem Schlauch. Effizienter wäre es doch gewesen, Rollen unter die Beete zu machen und diese unter dem "Trauerspiel", dem Wasservorhang (Kosten von etwa 300.000 Euro plus Reparaturen), hindurch zu schieben. Damit hätte das rote Tor doch eine sinnvolle Aufgabe übernommen.
Monday, May 18. 2009Wo bist du?
Könnt Ihr euch noch an die Anfänge des Handyzeitalters erinnern? Was habe ich mich aufgeregt wenn es in der Bahn geklingelt hatte, jemand das Brikett aus der Tasche nahm, sich meldete und dann auf die neu entwickelte Redewendung "Wo bist du gerade?" antwortete: "In der Bahn" oder "Im Bus".
In den letzten Jahren hat sich die Antwort weiterentwickelt. Nun ist man im Restaurant, am Bahnhof oder in der Oper. Heute aber, das nenne ich Stufe 2, kam folgende Antwort: "In Dresden." Klar. Die Welt wird immer globaler. Heute Riminie, morgen Rom. Und dank sinkender Preise ist ein Auslandstelefonat immer billiger. In einigen Jahren dann wird es Stufe 3 geben: "Wo bist du gerade?" "Auf der Erde, Captain Janeway." Wednesday, April 1. 2009Zwiebelei
Es wird Frühling. Nicht nur, dass die Vögel sich um die letzten Krümel der Meisenknödel streiten oder dass einige Menschen ihre Frühlingsgefühle bekommen. Man muss nun auch wieder schauen, wie man seine Kleidung transportieren kann. Früh noch um die Null (in Zahl 0) Grad, lässt der gelbe Wärmeball dort oben am Abend die Temperaturen bis zum Schwitzpunkt steigen. Zumindest, wenn man nach Feierabend bei Temperaturen um die 15 Grad genauso eingezwiebelt wie am frühen Morgen herumläuft. Um dies zu verhindern könnte man also abends seine Strickjäckchen in ein Täschchen packen. Damit ist es gut verpackt und stört auch nicht beim Heimschlendern. Andere sparen sich dieses unsexy Accessoire und laufen mit kurzer Hose, T-Shirt und Sandalen herum. Scheinbar kann menschliches Gehirn im Betriebszustand doch einfrieren. Na gut, die Ärzte und die Pharmazie-Industrie werden es danken.
Friday, March 27. 2009
Vögel füttern als Wiedergutmachung ... Posted by Falk Döring
in Geschichtchen, Ironisches at
08:46
Comment (1) Trackbacks (0) Vögel füttern als Wiedergutmachung der Dresdner Umweltpolitik
Ich sitze schon einige Tage beim Frühstück am Fenster und schaue den Meisen und Spatzen zu, wie sie am Meisenknödel rumknabbern. Das ist richtig beruhigend. Und es sieht mitunter lustig aus wie sich die kleinen Piepmätze an einer Stange festhalten und nach den Körnern picken, oder sich gleich auf den Knödel setzen. Aber ich sehe das auch als kleine Entschädigung und Entschuldigung an unsere gefiederte Mitbevölkerung für die Dresdner Umweltpolitik.
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Thursday, January 8. 2009Schwabb
Eine der sinnlosesten Erfindungen der Menschheit neben Fahrstuhl, Rolltreppe und Drehtür ist für mich der runde Ausgießer auf den Getränkeverpackungen. Die Idee, nicht mehr mit einer Schere zwei Löscher - eines für den Ausfluss des Getränks, eines zum Nachsaugen der Luft - in die Verpackung bohren zu müssen, ist ja erstmal sehr gut. Allerdings ist die Umsetzung mangelhaft. Denn es ist ja logisch: Wenn die Flüssigkeit entweicht, zieht sich die Packung zusammen. Durch das enge Loch kann keine Luft nachfließen. Doch irgendwann gibt die Verpackung nach und schwabb, ist ein großer Teil der Flüssigkeit nicht im, sondern neben dem Glas. Das war mir, als ich noch mit der Schere zwei Löscher in die Packung schnitt, nicht passiert.
Es gab mal Ausgießer, die hatten zwei Löscher: Vorne ein größeres für die Flüssigkeit, und einige Millimeter weiter hinten ein kleineres, damit die Luft nachfließen konnte. Das klappte einwandfrei. Warum es diese Ausgießer nicht mehr gibt, weiß der Himmel. Vermutlich, weil diese wirklich funktioniert hatten. So ist das nun Mal. Das was gut ist wird wieder abgeschafft, um evtl. in einigen Jahren als "Innovation" gefeiert zu werden. Wednesday, December 31. 2008
Langsam mach ich mir echt Sorgen Posted by Falk Döring
in Geschichtchen, Ironisches at
12:09
Comments (0) Trackbacks (0) Langsam mach ich mir echt Sorgen
Am 19. diesen Monats habe ich ja bereits meine Gedanken über die schnelle Umsetzung der neuen Glühlampen-Verordnung der EU veröffentlicht. Doch langsam bekomme ich wirklich Angst. Als ich gestern Abend das Licht im Schlafzimmer einschaltete, gab es einen lauten Knall, es roch leicht verbrannt und meine Deckenlampe, sonst bestückt mit drei Leuchtmitteln, gab keine Illumination mehr von sich. Bei Licht betrachtet, also heute früh, kam heraus: Wieder ist eine Lampe durchgebrannt und hat bei der Gelegenheit gleich mal die Sicherung mit rausgeworfen. Diesmal hatte ich aber Ersatz im Haus
Wenn ich abergläubig und paranoid wäre, ja sogar befürchten müsste von Staat und EU überwacht zu werden, würde ich mir jetzt echt Gedanken machen. Friday, December 19. 2008
EU setzt neue Glühbirnenrichtlinie ... Posted by Falk Döring
in Ironisches at
06:42
Comments (0) Trackbacks (0) EU setzt neue Glühbirnenrichtlinie bereits um - bei mir
Einer ist immer schuld. Heute habe ich mir einen besonders großen als Schuldigen ausgesucht: Die Europäische Union. Die hatte ja in den letzten Tagen ein Gesetz verabschiedet, wonach die gute alte Glühbirne ... Verzeihung ich meine natürlich eine Glühlampe, den Birnen sollten nicht glühen können (nur wenn der Baum brennt oder dieser neben einem Atomreaktor steht) ... also wonach Glühlampen ausgeglüht haben und nun gegen Stromsparlampen ersetzt werden. Zum Wohle unserer aller Umwelt. (Das die Herstellung und Entsorgung einer solchen Stromsparlampe die Umwelt mehr belastet als die Herstellung einer normalen Glühbirne habe ich auch irgendwo gelesen.) Um diese Bestimmung so schnell wie möglich umzusetzen hat heute Früh die EU entschieden, meine Glühlampe im Bad durchbrennen zu lassen. Und da ich, aus welchen Gründen auch immer, keine Ersatzlampe im Haus habe, werde ich mir heute Abend eine im Baumarkt kaufen. Natürlich wird mein Blick auch auf die Preise der Stromsparlampen fallen. Und dann werde ich mich, auf mein Zwiebelleder schauend, dann doch für eine normale Glühbirne ... ich meine Glühlampe ... entscheiden.
Monday, November 24. 2008Fitness
Ich habe mir heute Früh mal die Werbung angesehen, die so tagtäglich in meinem Briefkasten landet. Einen Zettel fand ich besonders amüsant: Es war ein Prospekt für ein Fitnessstudio. Ein Bild zeigt die Zufahrt zu einer Tiefgarage direkt unter dem Gebäude, in welchem das Studio untergebracht ist. Das finde ich toll: Da kommen Menschen mit dem Auto, fahren mit dem Fahrstuhl nach oben und setzen sich anschließend an Geräte, die Fahrradfahren und Treppensteigen simulieren.
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