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Thursday, August 6. 2009
Dank einer Information meines liebsten Nahverkehrsunternehmens, der Dresdner Verkehrsbetriebe, ist das Rätsel um die Begrünung des Postplatzes gelöst. Dieses Jahr wird sich die DVB beim Dresdner Stadtfest auf dem Postplatz präsentieren. In diesem Zusammenhang gibt es ein Faltblatt, auf dem die Blumentröge abgebildet sind. Also nix Wahlkampf oder Unsere-Stadt-Soll-Wieder-Grüner-Werden. Schlicht und einfach eine Frage der ordentlichen Darstellung. So lobe ich es mir. Ob es nun eine Initiative der DVB oder der Stadt ist weiß ich zwar nicht, aber ein Besuch beim Gelben Unternehmen ist jedenfalls schon vorgemerkt (wie jedes Jahr  ).
Wednesday, August 5. 2009
Welch ein Schock für die Dresdner! Seit Tagen werden auf dem Postplatz, auch bekannt als Dresdens Betonwüste, mehrere Holzgestelle aufgebaut. Anfangs dachte ich, es sind Grundplatten für irgendwelche Hütten für das Dresdner Stadtfest, doch nun werden die entstandenen Holzbecken mit Erde gefüllt und bepflanzt. Welch ein Schock!
Trotzdem bleiben mehrere Beigeschmäcker, schließlich kennt man ja Dresden. Für wie lang soll die Bepflanzung auf dem Postplatz sein? Nur zum Stadtfest, oder ist es evtl. auch nur eine Wahlkampfwerbung irgendeiner Partei? Und warum hat sich keiner vorher angeschaut, wo die Leute lang laufen, damit diese Pflanzbecken nicht im Weg stehen und alteingetretene Pfade versperren?
Nicht meckern, das positive sehen. In Dresden wird neuerdings zumindest versucht auf die Wünsche der Bevölkerung einzugehen. Nachdem die Landeshauptstadt durch diesen blöden Bau der Luft ... Pardon ... Waldschlösschenbrücke das Weltkulturerbe verloren hat, muss diese ja einiges wieder gut machen. Aber ob dazu die paar Pflanztröge reichen? Für mich jedenfalls nicht.
Thursday, July 16. 2009
Was Marketing angeht kann man bekanntlich geteilter Meinung sein. Einerseits will man über neues informiert werden, andererseits kenne ich keine Branche die mehr Phrasen drischt als die Werbebranche. Derzeit gibt es ein Wort, was aus dem Wortschatz der Werbemenschen gestrichen werden sollte: "Jetzt". Alles muss "Jetzt" sein: "Jetzt" bestellen, "Jetzt" Nachricht senden, "Jetzt" dies machen, "Jetzt" das machen. Und was ist, wenn ich "jetzt" keine Zeit dafür habe? Oder es nicht nur nicht "jetzt", sondern nie machen möchte? Und warum muss man überhaupt alles "jetzt" machen? "Jetzt" Software runterladen? Oder bestes Beispiel von einer Webplattform: "Jetzt" Bild ausblenden. Reicht es nicht die Möglichkeit zum Ausblenden zu haben? Muss ich es wirklich "jetzt" machen und nicht später? Und wenn mir das Bild gefällt und ich es überhaupt nicht ausblenden will? Ja überhaupt: Wenn ich es "jetzt" ausblenden soll, warum wurde es zuvor auf die Homepage gestellt?
Marketing hin oder her, aber bestimmte amerikanische Angwohnheiten nerven im deutschen. Mich zumindest nervt, alles "jetzt" machen zu müssen. Und zwar "jetzt".
Friday, June 12. 2009
Es gibt viele Dinge, die sich die Deutschen von Amerika abschauen, bei denen ich der Meinung bin, sie sollten es lieber lassen. Doch heute habe ich einen Artikel gelesen, bei dem ich laut in die Welt brüllen möchte: Liebe Regierung, bitte einmal Amerika als Vorbild nehmen!
Monday, May 18. 2009
Könnt Ihr euch noch an die Anfänge des Handyzeitalters erinnern? Was habe ich mich aufgeregt wenn es in der Bahn geklingelt hatte, jemand das Brikett aus der Tasche nahm, sich meldete und dann auf die neu entwickelte Redewendung "Wo bist du gerade?" antwortete: "In der Bahn" oder "Im Bus".
In den letzten Jahren hat sich die Antwort weiterentwickelt. Nun ist man im Restaurant, am Bahnhof oder in der Oper. Heute aber, das nenne ich Stufe 2, kam folgende Antwort: "In Dresden." Klar. Die Welt wird immer globaler. Heute Riminie, morgen Rom. Und dank sinkender Preise ist ein Auslandstelefonat immer billiger. In einigen Jahren dann wird es Stufe 3 geben: "Wo bist du gerade?" "Auf der Erde, Captain Janeway."
Sunday, May 17. 2009
Ich bin mal wieder entsetzt über unsere Lebensmittelindustrie. Ich hatte mal wieder Appetit auf Fleischsalat. Also ging ich in den Super-Duper-Markt meines Vertrauens und griff zu sogenanntem "Delikates-Fleischsalat". Die Bezeichnung von Lebensmitteln ist mir eigentlich egal. Ob da nun "Super-Toller-Fleischsalat" oder "Fleischsalat mit ohne Gurke" drauf steht tangiert mich periphär. Aber diesmal hätte ich doch stutzig werden müssen. Denn als ich genussvoll in meine Schnitte biss, bekam ich plötzlich egel. Der Fleischsalat war süß! Zucker an der Wurst! Bähh. Wie kommt man nur auf sowas? Doch der nächste Schock kam, als ich das meiner Mutti erzählte. Es kommt generell Zucker an Lebensmittel. Auch an Fleischsalat, der nicht süß schmeckt. Mein erster Gedanke: Kein Wunder, wenn immer mehr Menschen zuckerkrank werden. Seit dem mache ich mir den Spaß und schaue auf jeder möglichen und unmöglichen Verpackung nach, ob bei den Zutaten auch Zucker drauf steht. Man staunt wo überall nachgesüßt wird.
Saturday, May 16. 2009
Ganz wichtig zu wissen: Bad Kreuznach hat sein erstes, eigenes Lokalradio! Das ist ganz ganz wichtig, denn da wird sogar angesagt, wenn der Zug nach Teufelsmühle 5 Minuten verspätet losfährt. Oder das die Bahnhofsuhr, vor kurzem für 3500 Euro repariert, nicht kaputt ist, sondern nur wegen eines Stromausfalls falsch geht. Nun kam mir die Idee, ein Lokalradio für Dresden aufzumachen. Ich weiß, Dresden hat schon Radios, aber ich meine eher für Stadtteile wie Reick, Prohlis oder Tolkewitz. Da könnte man dann solche Meldungen bringen:
"Blumenladen hat wieder Lieferung bekommen. Der Engpass an Nelken und Rosen wurde behoben. Der Blumenladen hat nun wieder Rosen und Nelken für ungefähr 10 Sträuße."
"Schlüsselbund verloren. Der kleine Ivan hat gestern Abend vor dem Springbrunnen seinen Schlüssel verloren. Wer ihn findet wird gebeten, ihn beim Lokalradio abzugeben."
"Streit zwischen Prohlisern und Reickern beigelegt. Das Wetteramt hat bestätigt, das in beiden Stadtteilen die Sonne gleich lang scheint."
Tja, das wären mal Nachrichten ...
Friday, May 15. 2009
Das hat man nun davon, wenn man Tierlieb sein will. Krabbelt neben meinem Schreibtisch eine dicke fette Fliege vorbei. Als ich sie wegjagen wollte, lief sie einfach weiter. Also packte ich sie am Flügel und wollte sie aus dem Fenster werfen. Und was macht das dumme Vieh? Stellt sich auf die Beine und fängt an zu laufen. Dabei drehte sie sich immer um die eigene Achse und drehte damit auch den Flügel immer weiter ein. Als ich sie dann am Fenster los ließ, kannte sie nur einen Weg: Spiralförmig den nach unten. Nun muss sie auf der Straße ohne Flügel weiter krabbeln. Hoffentlich wird sie nicht von einem Auto überfahren.
Wednesday, April 22. 2009
Als ich am Morgen des 1. April über den Postplatz schlenderte, musste ich an einer Konstruktion vorbei, die mich leicht zum schmunzeln brachte: Es war eine Kloschüssel, mit Stiefmütterchen bepflanz und dahinter ein Schild mit der Aufschrift "Scheiße gebaut, Stadt versaut". Der Spruch ließ sich ziemlich leicht merken, da er ziemlich vielen Dresdnern aus der Seele sprach. Immerhin geht Dresden mit der Bepflanzung der Stadt ziemlich Stiefmütterlich um. Jedenfalls wurde diese Kloschüssel vom Ordnungsamt eingesammelt, vom Kabarettisten Uwe Steimle wieder ausgelöst und auf den Altmarkt wieder aufgestellt. Leider verstand das Ordnungsamt abermals keinen Spaß und sammelte das Porzellan mitsamt Schild ein. Der Verbleib der "Installation" ist jetzt ungeklärt, aber wenigstens macht unsere Frau Oberbürgermeisterin etwas Geld locker um der Landeshauptstadt doch wieder etwas Grün zu spendieren. Mal sehen wie das aussehen wird. Jedenfalls war das mal eine gelungene Aktion! Auch von mir ein "Danke" an den unbekannten "Aufsteller".
Thursday, April 9. 2009
Es ist Frühling. Das heißt, das Wetter wird schöner, die Leute haben wieder gute Laune und ... die Studenten brauchen sich nicht mehr den Hintern abfrieren, wenn sie für irgendwelche Organisationen die Leute auf der Straße anquatschen.
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